Einweihung Keltenhaus und Pfostenschlitzmauer auf der Altenburg

15.05.2019
Die re­kon­stru­ier­te Pfos­ten­sch­litz­mau­er und das Kel­ten­haus wurden am Freitag, 10. Mai 2019 im Ring­wall Al­ten­burg an der Ge­mar­kungs­g­ren­ze So­den/Ebers­bach eingeweiht

Schlüsselübergabe Altenburg.JPG

Ar­chi­tekt Jo­sef Roth über­reich­te in ei­ner Fei­er­stun­de den symbolischenn Schlüs­sel des Kel­ten­hau­ses an die bei­den Bür­ger­meis­ter Mi­cha­el Schüß­ler (Lei­ders­bach) und Mar­tin Stock (Sulz­bach). Viele geladene Gäste bestaunten die vollendeten und sehr gelungenen Konstruktionen.

Bürgermeister Martin Stock begrüßte die zahlreichen Gäste auf keltische Art als Druiden, Häuptlinge und Ehrenmänner. Die interkommunale Musikkapelle, auch Barden genannt, hieß er willkommen.  

Valentin Zehnter als Sprecher für die Geschichtsvereine erinnerte an die ersten »Buddelarbeiten« vor zehn Jahren auf der Altenburg, als man sich über jede noch so kleine Scherbe aus alter Zeit freute. Man konnte damit nachweisen, dass hier schon 4000 vor Christ Geburt (Michelsberger Zeit) Menschen wohnten. Auch Spuren der Hallstattzeit vor rund 2800 Jahren wurden entdeckt. Stellvertretend für die ehrenamtlichen Helfer beim Bauprojekt nannte er Rudi Weis, der viele Monate lang mauerte und plante. Archäologe Claus Bergmann war als Berater bei den Arbeiten dabei und hob die Verlässlichkeit aller Beteiligen hervor. Mit fast 100 000 Euro aus dem europäischen Förderprogramm Leader habe die lokale Aktionsgruppe Main4Eck (maßgeblich beteiligt durch Dr. Jürgen Jung) der touristischen Erschließung der Altenburg mit die höchste Priorität eingeräumt, so Landrat Jens Marco Scherf. Grußworte sprachen auch Landtagsabgeordnete Martina Fehlner und Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel.

Wo das Ehrenamt personell und funktional an seine Grenzen stieß, waren auch die Mitarbeiter der Sulzbacher und Leidersbacher Bauhöfe engagiert. So entstand erlebbare Geschichte, die das Interesse von Wanderern, Schulklassen und Touristen wecken soll. 

Pfarrer Martin Wissel (Leidersbach) und Pfarrer Jakob Mehlig (Hofstetten) segneten die Bauwerke.

Im Besucherraum des Keltenhauses findet eine größere Gruppe bzw. Schulklasse auf Baumstämmen Platz. Hier sehen Sie:

•eine Feuerstelle mit Kochkessel

•eine Drechselbank

•einen Webstuhl

•mehrere Töpfe und Kannen aus der Hallstattzeit

•Scherben, die man bei den Ausgrabungen 2008 und 2009 fand

•antike Holzkohle vom Brand der ursprünglichen Pfostenschlitzmauer

•auf einem Laptop sehen sie Bilder aus der Keltenzeit und der Umgebung

 

Führungen mit Infos rund um die Ringwallanlage werden von den Geschichtsvereinen Leidersbach und Sulzbach auf Anfrage angeboten. Der Eingangsbereich des Keltenhauses steht immer offen, dass unangemeldete Besucher einen Einblick in die Vergangenheit erhalten können.

Weitere Informationen über die Gemeindeverwaltungen Leidersbach und Sulzbach.

 

(Schlüsselübergabe an die ARGE - Dieter Thomaier, Helmut Maier, Bgm. Michael Schüßler, Arch. Josef Roth, Wolfgang Keller, Bgm. Martin Stock, Elmar Aulbach, Valentin Zehnter)

 

 

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