Zwischenbericht Altenburg

22.08.2018
Touristische Erschließung der Altenburg mit Errichtung eines Keltenhauses und einer Pfostenschlitzmauer

Keltenhaus

Der Markt Sulzbach und die Gemeinde Leidersbach errichten gemeinsam mit den Heimat- und Geschichtsvereinen aus Leidersbach und Sulzbach auf der Altenburg ein Keltenhaus und eine Pfostenschlitzmauer.

Die Vorarbeiten leisteten seit März dieses Jahres die Bauhöfe aus Sulzbach und Leidersbach. Sie sorgten für den „Untergrund“ der Pfostenschlitzmauer und des Keltenhauses. Das „Rohgerüst“ für das Keltenhaus wurde durch die Firma Bornkessel aus Wartmannsroth erstellt, die Dachschindeln brachte die Firma Volz, Leidersbach an. Den „Unterbau“ der Pfostenschlitzmauer in Form eines Holzgerüstes erstellte die Firma Bornkessel ab April 2018. Die beiden Bauhöfe sorgten für das Material zur Bewehrung der Mauer. Ab 04.06.18 begann der Aufbau der „Pfostenschlitzmauer“ mit Sandsteinen. Organisiert vom HGV Leidersbach bauten Chefmaurer Rudi Weis und seine Helfer eine ca. 10 m lange, ca. 3,30 m hohe und im Schnitt ca. 80 cm dicke Sandsteinmauer auf. Eine ca.1 m hohe und ebenfalls 10 m lange Innenmauer schaffen ein Podest für die Besucher. Fast 35 m³ Sandsteine wurden verbaut. 

Am 31. Juli 18 konnte das Richtfest für die gewaltige Wehrmauer gefeiert werden. 

Insgesamt waren rund ein Dutzend Arbeiter des HGV`s an der Wehrmauer beteiligt. Dies waren Rudi Weis, Oswald Franz, Erhard Stürmer, Karlheinz Chalupka, Elmar Aulbach, Günther Rickert, Volker Zahn, Valentin Zehnter, Albrecht Aulbach, Harald Weiß, Thomas Geis, Raimund Brand. Des Weiteren wurden die Bauarbeiten unterstützt durch die Firmen Marco Elter, Rudi Löffler und Erich Scheiter. Die Firma Heinz Goldhammer stiftete für die Altenburg 35 m³ Sandsteine. Eine große Hilfe beim Sandsteintransport ist Albert Seibert mit seinem Bagger!

Die Fertigstellung des Keltenhauses wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. 

Ein herzliches Dankeschön, schon heute, an alle fleißigen Helfer.

1. Bürgermeister, Michael Schüßler   

 

Bilder und Text: Valentin Zehnter

Rekonstruktionen 2018


Altenburg

ein Bergkegel, der je zur Hälfte auf den Gemarkungen Leidersbach/Ebersbach und Sulzbach/Soden liegt.

Die Altenburg kann man aber auch unter „Ruine Sodenburg“ oder „Schlossberg“ finden. Von jeher sagenumwoben spielte der Berg für unseren Raum eine bedeutende Rolle. In der Historie wird sie als „keltische Fliehburg“ geführt, was auf eine frühe Besiedlung hinweist.

Die beiden Kommunen sowie die beiden Geschichtsvereine Leidersbach und Sulzbach führten gemeinsam mit dem „Spessartprojekt“ in den Jahren 2008 und 2009 Grabungen durch, um die Geschichte des Berges genauer zu erforschen. Man stellte fest, dass schon zur „Michelsberger Zeit“, also vor rund 5.000 Jahren Menschen auf der Altenburg ihre Spuren hinterlassen haben. Für uns eine wichtige Erkenntnis!

In dem Buch „Altenburg zwischen Sulzbach und Leidersbach“ wird der Grabungsbericht ausführlich dargestellt, aber auch Geschichten rund um den Berg dem Leser präsentiert.

Damals schon war man sich einig, dass auf der Altenburg etwas „Historisches“ rekonstruiert werden sollte, um den Menschen darzustellen, wie es zur Urzeit dort oben aussah, wenigstens in etwa!

Nach langer Planung von über 5 Jahren konnte endlich im Frühjahr 2018 ans Werk gegangen werden. Wie immer in Deutschland, mussten zahlreiche Behörden gefragt und deren Zustimmung eingeholt werden. Mühevoll!

Gemeinsam ging man ans Werk! Man gründete die ARGE Altenburg, bestehend aus den beiden Kommunen + Geschichtsvereinen Sulzbach + Leidersbach, Planung übernahm Architekt Josef Roth, mit Rat stand Archäologe Claus Bergmann zur Seite! Vorarbeiten leisteten die Bauhöfe Sulzbach + Leidersbach, Rohbau + Rohgerüst Mauer erstellte Fa Bornkessel aus Wartmannsroth, Dachdecker Fa Volz Leidersbach.

1.)  Pfostenschlitzmauer

Die Pfostenschlitzmauer, federführend HGV Leidersbach, erstellten Rudi Weis, als einziger Maurer, und seine Helfer vom 04.06.18 – 31.07.18! Tolle Leistung! 
Inclusive Feinarbeiten und Nacharbeiten eine Sandsteinmauer von dieser gewaltigen Größe in 7 Wochen zu errichten, verdient eine große Anerkennung!

2.) Ausbau des Keltenhauses!

Den „Rohbau“ in Holzbauweise erstellte die Zimmerei Bornkessel aus Wartmannsroth! Die Dachschindeln brachte die heimische Fa Volz aus Leidersbach an!

 a)   Ausmauern!

Den Ausbau des Keltenhauses begannen die gleichen Akteure des HGV Leidersbach am 11.09.18. Rasch schritt die Arbeit voran, da jetzt 2 Maurer aktiv waren: Rudi Weis + Leo Bönig! Tatkräftig unterstützt von zahlreichen Helfern des Heimat- + Geschichtsvereins konnte ein Feld nach dem anderen zugemauert werden.       

Leider unterbrachen fehlender Mörtel und das Sturmtief „Fabienne“ die Arbeit eine Woche. Doch im Rekordtempo waren anschließend alle Felder des Keltenhauses bereits am Donnerstag, 04.10.2018 um 12:23 Uhr zugemauert. Jetzt fehlt noch der Verputz des Haues.

Am Montag, 15.10.2018 um 8:00 Uhr in der Frühe wurde mit dem Verputz der Wände begonnen. Auch hier waren die ehrenamtlichen Kräfte sehr aktiv. Drei „qualifizierte Malermeister in Unruhe“, Gregor + Manfred Schüßler, Otto Diener, unterstützt von mehreren „Speis-Buben“, gingen ans Werk. Rasch ging die Arbeit voran. Schon nach wenigen Tagen erstrahlten die Außenwände unter dem Glanz des fachgerecht aufgetragenen Putzes. Auch das Innenleben des Keltenhauses konnte nach kurzer Zeit im hellen Putz erstrahlen.
Am Dienstag, 23. Oktober 2018 um 13:00 Uhr konnte die „Putz-Kolonne“ die fertige Verputzarbeit mit einem Vesper feiern.

Pfostenschlitzmauer und das Keltenhaus sind fertig erstellt. Die Besucher der Altenburg können die ersten rekonstruierten Werke bewundern und bestaunen. Und es kamen schon mehrmals „Bewunderer der keltischen Fliehburg“, wie man bei der Bauphase feststellen konnte.   

Die Vorbereitungen für das „Innenleben“ laufen auch schon. Hier ist unser Volker Zahn mit Team tatkräftig am Werkeln!

Die Inneneinrichtung wird wohl im Laufe des Winters vollendet werden.                                                                              

 

 

 

Kategorien: Kultur & Geschichte, Pressemitteilung Gemeinde Leidersbach