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Gewaltpräventionswoche an der Grundschule Leidersbach

Veröffentlicht: 06.10.2026
Veröffentlicht von: Gemeinde Leidersbach
Gewaltpräventionswoche an der Grundschule Leidersbach
„Ein Ort zum Lernen, Wohlfühlen und Wachsen“ –
Gewaltpräventionswoche an der Grundschule Leidersbach

Damit die Grundschule Leidersbach ein Ort zum Lernen, Wohlfühlen und Wachsen bleibt, müssen wir aufeinander achten. Erwachsene müssen hinschauen, zuhören und Orientierung geben. Kinder sollen lernen, Grenzen zu achten, füreinander einzustehen und sich Hilfe zu holen, wenn sie allein nicht weiterkommen.

Wie gelingt ein gutes Miteinander? Was kann ich tun, wenn ein Streit eskaliert? Und wie verhalte ich mich, wenn jemand verletzt oder ausgeschlossen wird? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Leidersbach im Rahmen einer besonderen Gewaltpräventionswoche.
Die von der Gemeinde Leidersbach finanzierte und von der Schulsozialarbeiterin organisierte Woche richtete sich nicht nur an die Kinder, sondern bezog auch Eltern, Lehrerkollegium und das Betreuerteam der OGTS ein. Damit griff sie den Leitgedanken der Schule auf: „Ein Ort zum Lernen, Wohlfühlen und Wachsen.“

Wenn „obercool“ plötzlich nachdenklich macht

Im Mittelpunkt stand das interaktive Theater von Dirk Bayer. Die Kinder lernten Sven und Markus kennen, die mit ihren „obercoolen“ Sprüchen zunächst für viel Gelächter sorgten. Doch schnell zeigte sich: Was lustig erscheint, kann andere verletzen, ausgrenzen oder unter Druck setzen. Die Auswirkungen des Geschehens stimmten die Schülerinnen und Schüler zunehmend nachdenklich.

Themen wie verletzende Sprache, Mobbing, Mutproben, Ausgrenzung und Gewalt wurden auf spielerische Weise aufgegriffen. Dabei waren die Kinder nicht nur Zuschauer. Sie konnten sich einmischen, Situationen hinterfragen und gemeinsam nach anderen Lösungen suchen. So wurde erlebbar, dass jeder Einzelne dazu beitragen kann, dass ein Konflikt nicht eskaliert.

Eltern auf der Bühne      
 
Auch die Eltern erhielten bei einem Elternabend mit Dirk Bayer einen Einblick in seine Arbeit. Dabei blieb es nicht beim Zuhören: Die Eltern wurden selbst aktiv und sogar zum Schauspiel aufgefordert.
Auf diese Weise konnten sie unmittelbar erfahren, wie Perspektivwechsel und spielerische Methoden helfen können, schwierige Situationen sichtbar und besprechbar zu machen.

Auch die Erwachsenen lernen dazu    

Ergänzend fand eine Fortbildung für das Lehrerkollegium und das Betreuerteam der OGTS statt. Denn erfolgreiche Gewaltprävention braucht nicht nur Kinder, die Handlungsmöglichkeiten kennen, sondern auch Erwachsene, die aufmerksam hinschauen, Signale wahrnehmen und Kinder kompetent begleiten.

Gemeinsam aufmerksam bleiben      
 
Eine Präventionswoche kann nicht verhindern, dass Konflikte entstehen. Sie kann aber Bewusstsein schaffen: dafür, dass Worte verletzen, dass aus einem vermeintlichen Spaß eine belastende Situation werden kann – und dass jeder Handlungsmöglichkeiten hat.
Entscheidend ist deshalb, dass die Inhalte der Woche auch im Alltag weiterwirken. Ein respektvolles Miteinander entsteht nicht allein durch einzelne Projekte, sondern durch gegenseitige Aufmerksamkeit, klare Grenzen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Die Gewaltpräventionswoche hat dafür einen wichtigen Impuls gesetzt: Ein gutes Miteinander entsteht dort, wo Menschen aufmerksam sind, Verantwortung übernehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen.         

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